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Die Malediven – ein Unterwasserparadies

 

Immer mehr Reisende möchten Freediving, also das Tauchen mit einem einzigen Atemzug, beherrschen, um die Weltmeere zu erkunden.

Eine der weniger bekannten Facetten der japanischen Kultur sind die Ama, traditionelle Perlentaucherinnen. „Ama“ bedeutet auf Japanisch „Frau des Meeres“. Diese uralte Tradition des Freitauchens lässt sich bis zu 2.000 Jahre zurückverfolgen. Die Ama tauchen ohne Sauerstoffgerät bis zu 12 Meter tief in das kalte Meer hinab, oft nur mit einem einfachen Lendenschurz bekleidet. Dort halten sie minutenlang den Atem an, um Meeresfrüchte wie Abalone, Muscheln, Seetang und gelegentlich auch Perlen zu sammeln.

 

Der Grund, warum die Ama überwiegend Frauen sind, liegt angeblich in ihrer dickeren Fettschicht, die sie warmhält. Durch das tägliche Freediving von bis zu vier Stunden kann sich die eng verbundene Gemeinschaft der Frauen selbst versorgen. Am überraschendsten ist jedoch vielleicht das Alter der Taucherinnen: Viele beginnen bereits mit 12 oder 13 Jahren mit dem Training und nicht wenige gehen ihrer Tätigkeit bis in ihre 80er oder sogar 90er Jahre nach. Doch neue Fangmethoden und das mangelnde Interesse der jungen Generation, in die Fußstapfen ihrer Vorfahrinnen zu treten, haben dazu geführt, dass die Zahl der Ama stetig zurückgeht. Im Jahr 2010 gab es nur noch 2.714 von ihnen.

 

Parallel dazu hat sich Freediving als Freizeitaktivität zunehmend etabliert. Unsere Newsfeeds sind nun voller Bilder von schlanken, langbeinigen und blasenlosen Wesen, die Flossen tragen und… nicht viel mehr. Freediving ist die Kunst – oder Wissenschaft – des Tauchens mit einem einzigen Atemzug.

 

Der aktuelle Rekord liegt bei 24 Minuten, ohne auch nur einen einzigen Atemzug zu nehmen. Lungen aus Stahl. Übermenschlich. Aber es gibt eine Erklärung. Genau wie Delfine, Robben, Wale und andere Meeressäugetiere, wird auch der Mensch mit dem sogenannten Mammalian Dive Reflex geboren. Dieser Reflex ist angeboren, eine Art evolutionäre „Hardware“, die es uns ermöglicht, unseren Atem unter Wasser länger anzuhalten als an Land. Er wird aktiviert, sobald das Gesicht mit Wasser in Kontakt kommt: Das Herz verlangsamt sich, periphere Blutgefäße verengen sich, die Milz zieht sich zusammen und pumpt rote Blutkörperchen in den Kreislauf. Der Körper nutzt den Sauerstoff sparsamer und effizienter.

 

Dann kommt der Moment, in dem der Drang zu atmen unerträglich wird. Die Lungen fühlen sich an, als würden sie platzen. Es entsteht ein brennendes Gefühl. Krämpfe. Es ist nicht der Sauerstoffmangel, der den Drang zu atmen verursacht, sondern der steigende Kohlendioxidgehalt im Blut. Der Drang zu atmen, ein Überlebens-mechanismus, ist der Maßstab für einen sicheren Tauchgang. Ein erfahrener Taucher kennt seine Grenzen. Die Regeln des Freedivings sind im Grunde einfach: gesunder Menschenverstand. Tauchen Sie niemals alleine, sondern nehmen Sie an einem Kurs mit einem zertifizierten Lehrer teil. Die Malediven, die zu fast 99 Prozent aus Wasser bestehen, sind ein idealer Ort zum Lernen. Um das Gefühl des Schwebens, das an den Mutterleib erinnert, wirklich zu erleben und in einen Zustand der Zen-artigen Ruhe zu gelangen, braucht es Übung, einen beharrlichen Geist, die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, und viel Atemarbeit.

 

LSAA Beach Aerial
LSAA Woman On Dhoni

3 ÜBUNGEN FÜR DEN ANFANG

 

ATEMÜBUNGEN

Bauchatmung: Die Zwerchfell- oder Bauchatmung verlangsamt Ihren Herzschlag und kann den Blutdruck senken. Legen Sie sich mit angewinkelten Knien und den Füßen auf dem Boden auf den Rücken. Legen Sie eine Hand auf Ihre Brust und eine auf Ihren Bauch. Atmen Sie tief durch die Nase ein – die Hand auf Ihrem Bauch sollte spüren, wie sich Ihr Bauch ausdehnt. Spannen Sie die Muskeln in Ihrem Bauch an, während Sie durch den Mund ausatmen. Üben Sie dies fünf bis zehn Minuten lang. Verlängern Sie Ihre Ausatmung: Wenn Sie ängstlich sind, versuchen Sie, Ihre Ausatmung doppelt so lang wie Ihre Einatmung zu machen. Atmen Sie vier Sekunden lang ein und dann acht Sekunden lang aus. Wiederholen Sie dies mehrmals.

 

ACHTSAMKEIT

Körperscan: Beginnen Sie oben am Kopf und scannen Sie Ihren Körper mental ab. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Kopf und Nacken und achten Sie darauf, ob Sie irgendwelche Gefühle, Empfindungen oder Beschwerden wahrnehmen. Wiederholen Sie diese Übung für Ihre Schultern, Arme, Hände, Brust, Rücken, Hüften, Beine, Füße bis hin zu Ihren Zehen. Versuchen Sie nicht, etwas zu verändern – Sie sind lediglich ein Beobachter, der Ihren aktuellen Zustand einschätzt.

 

VISUALISIERUNG

Heutzutage nutzen namhafte Sportler Visualisierung als Teil ihrer Erfolgsstrategie. Proben Sie Ihr Freediving gedanklich. Sehen Sie sich selbst dabei zu, wie Sie die Bewegungen ausführen. Riechen Sie die salzige Luft, spüren Sie den Sog des Wassers um sich herum, hören Sie die Geräusche unter Wasser. Körper und Geist sind eine Einheit, und das Training des Geistes hat einen starken Einfluss darauf, was Ihr Körper leisten kann.

 

South Ari Atoll, Heimat einer der größten Walhaie-Populationen weltweit, ist daher ein perfekter Ort für Freediving.

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