DER TIBETISCHE RÄUCHERSTÄBCHENFERTIGER

Tibetische Räucherstäbchen spielen in der tibetischen Kultur und Medizin sowie in der Ausübung des Buddhismus eine große Rolle. 

Tibetische Räucherstäbchen spielen in der tibetischen Kultur und Medizin sowie in der Ausübung des Buddhismus eine große Rolle. Die traditionelle tibetische Medizin, die als Ggso ba rig pa oder Sowa-Rigpa bezeichnet wird, wurde durch die indische Heilkunst Ayurveda sowie den indischen Buddhismus beeinflusst. Eingesetzt werden hierbei natürliche Materialien wie Kräuter und Mineralien. Die Nutzung duftender Räucherstäbchen ist eine wichtige Art und Weise, diese natürlichen medizinischen Substanzen anzuwenden. Die tibetische Variante ist für ihre komplexen Formeln bekannt, die über Generationen hinweg weitergereicht werden. Häufig stammen diese aus Klöstern und buddhistischen Schulen wie der Larung Gar Buddhist Academy im Westen Sichuans, das ebenfalls an der Tee-Pferde-Straße liegt. In Benzilan befindet sich nur einen kurzen Spaziergang vom LUX* Hotel entfernt der familiengeführte Naichen Kawakarpo Incense Workshop, in dem nach echter tibetischer Tradition reine Räucherstäbchen ohne künstliche Zusatzstoffe (und sogar ohne inneres Stäbchen) von Hand gefertigt werden. Die wichtigsten Bestandteile sind violettes und weißes Sandelholz, Safran, Bernstein und Borneol (wird auch bei der traditionellen chinesischen Moxibustion eingesetzt). Die Materialien sind sorgfältig ausgewählt; das Sandelholz stammt von den Hängen des Khawa Karpo, einem der heiligen Berge Tibets, der etwa 60 Kilometer nordwestlich von hier liegt [Link zum Khawa Karpo-Artikel]. Der tibetische Name für die Bergkette, die der Khawa Karpo überragt, lautet bezeichnenderweise auch Menri, was „Berge der Heilkräuter“ bedeutet. Die Hersteller der roten Räucherstäbchen erklären, dass diese „Gutes entfalten und vor bösen Geistern schützen. Darüber hinaus erhellen sie den Blick, wirken anregend und vertreiben die Müdigkeit.“