Pu-Erh-Tee … Der Anfang von allem

PU-ERH-TEE … DER ANFANG VON ALLEM

Der Epos der Tee-Pferde-Straße, einer der längsten Handelsrouten der damaligen Welt, wurde vor allem durch diesen Tee begründet, der aus Xishuangbanna, dem südlichen Teil von Yunnan stammt. 

Der Epos der Tee-Pferde-Straße, einer der längsten Handelsrouten der damaligen Welt, wurde vor allem durch diesen Tee begründet, der aus Xishuangbanna, dem südlichen Teil von Yunnan stammt. Der nach der als Sammelstelle für die umgebenden Teeberge dienenden Stadt Pu’er benannte Pu-Erh-Tee wird aus den Teesträuchern gewonnen, die in dem Gebiet wachsen, in dem die Teekultur ihren Ursprung nahm. Diese Gegend ist das Herzstück des Teeanbaugürtels, der sich von Assam nach Nordvietnam erstreckt. Hier findet sich der Ursprung dieser Pflanzenart. Tee wird von Minderheiten wie den Bulang und den Akha (Aini) in der Bergen bereits seit mindestens tausend Jahren angebaut. Von hier aus verbreitete sich der Teeanbau in ganz China – und schließlich weltweit. Im 7. Jahrhundert eroberte die tibetische Tubo-Dynastie einen großen Teil des heutigen Yunnan und kam dabei mit Tee in Berührung. Möglicherweise verbreitete sich das Teetrinken auch, als der Tangkaiser Taizong die Prinzessin Wen Cheng an den Königshof von Songtsen Gampo nach Tibet verheiratete. In jedem Fall stieg in Tibet die Nachfrage nach Tee und diese hält bis heute an. Wie sich herausstellte, eignet Tee sich perfekt für die Ernährung und Gesundheit der Tibeter, da er dem oxidativen Stress des Lebens in den tibetischen Hochebenen entgegenwirkt. Die chinesische Regierung machte daraus einen kontrollierten Handel, da sie es auf eine Gegenleistung abgesehen hatte – nämlich auf die robusten tibetischen Kriegspferde zum Einsatz in der kaiserlichen chinesischen Armee. Die sechs Teearten – grüner, weißer, gelber und schwarzer Tee sowie Oolong- und Pu-Erh-Tee – werden nach der Art der Verarbeitung klassifiziert. Beim Pu-Erh-Tee ist der Vorgang der Postfermentation entscheidend. Anders als bei anderen Teesorten dauert die Fermentation nach dem Verpacken weiter fort und das Geschmacksprofil verbessert sich mit der Zeit – wie bei gutem Wein, der ordnungsgemäß gelagert wird. Ursprünglich fand diese Reifung im Laufe der Monate statt, während derer der Tee auf dem Pferderücken nur durch eine Verpackung aus Bambusblättern vor den Elementen geschützt über die Tee-Pferde-Straße transportiert wurde.